Holzarten für die Außensauna

Redaktion Saunahausfinder · Zuletzt geprüft: · 3 Min. Lesezeit

Die Kurzantwort

Für Außensaunen werden vor allem Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer verwendet, oft aus langsam gewachsenen nordischen Beständen. Thermisch behandeltes Holz ist dunkler und formstabiler. Für Bänke und Rückenlehnen eignen sich harzarme Hölzer, die sich nicht so stark aufheizen. Außen braucht das Holz Wetterschutz, innen bleibt es unbehandelt.

Holz ist seit jeher das Material der Sauna schlechthin: Es fühlt sich warm an, nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab, und es duftet. Doch Holz ist nicht gleich Holz. Für die Außenwände einer Gartensauna gelten andere Anforderungen als für die Bänke in der Kabine. Dieser Überblick hilft beim Vergleich.

Fichte

Fichte ist das am häufigsten verwendete Holz für Saunahäuser und Fasssaunen. Sie ist leicht, gut zu verarbeiten, hell und vergleichsweise günstig. Langsam gewachsene nordische Fichte hat engere Jahresringe und gilt als besonders formstabil. Fichte braucht außen einen regelmäßigen Wetterschutz, damit sie nicht vergraut und keine Feuchtigkeit eindringt.

Kiefer

Kiefer ist etwas harzreicher und dunkler als Fichte. Sie ist robust und wird ebenfalls für Wandbohlen verwendet. Harz kann bei Hitze austreten; das ist kein Mangel, sondern Eigenschaft des Holzes. Für Bänke wählt man daher meist harzärmere Hölzer.

Thermoholz

Thermoholz ist Holz, das ohne Chemie bei hohen Temperaturen behandelt wurde. Dadurch verändert sich die Struktur: Es wird dunkler, nimmt weniger Feuchtigkeit auf und arbeitet weniger. Saunahäuser und Fasssaunen aus Thermoholz wirken edel und sind formstabil, kosten aber mehr. Auch Thermoholz vergraut ohne Pflege mit der Zeit silbrig, was viele als natürliche Patina schätzen.

Hölzer für den Innenausbau

In der Kabine kommt es auf andere Eigenschaften an. Bänke, Rückenlehnen und Kopfstützen sollten harzarm sein, sich nicht zu stark aufheizen und keine Splitter bilden. Verwendet werden dafür häufig Hölzer wie Espe, Abachi oder Hemlock. Sie bleiben auch bei hohen Temperaturen angenehm zu berühren.

Wandstärke

Neben der Holzart zählt die Stärke der Bohlen. Außensaunen haben meist Wände von etwa 38 mm bis über 70 mm, Fasssaunen Dauben um 40 bis 50 mm. Dickere Wände speichern Wärme besser, sind stabiler und bieten mehr Reserve gegen Wind und Wetter. Bei der Auswahl helfen die Filter in unserer Übersicht der Gartensaunen.

Außen schützen, innen natürlich lassen

Die Außenseite einer Gartensauna braucht Wetterschutz, etwa eine Lasur oder Holzschutzfarbe, die regelmäßig erneuert wird. Das schützt vor UV-Licht, Regen und Pilzbefall. Wichtig ist ein Schutz, der das Holz atmen lässt.

Die Innenseite der Kabine bleibt unbehandelt. Lacke, Öle oder Lasuren können bei Hitze ausdünsten oder kleben. Gegen Schweiß schützt ein Handtuch als Unterlage, gelegentlich werden Bänke mit einem milden Reiniger und Wasser gesäubert.

Wie Holz altert

Jedes Holz verändert sich im Freien. Sonnenlicht lässt die Oberfläche vergrauen, Regen wäscht sie aus, und das Holz quillt bei Feuchtigkeit und schwindet bei Trockenheit. Kleine Risse an der Oberfläche sind deshalb normal und kein Mangel, solange sie das Holz nicht durchziehen. Wer die Außenseite regelmäßig kontrolliert und den Wetterschutz rechtzeitig erneuert, erhält das Aussehen über viele Jahre.

Innen dunkelt das Holz durch die Wärme mit der Zeit etwas nach. Auch das ist normal. Wichtig ist, die Kabine nach jedem Saunieren gut zu lüften, damit Feuchtigkeit abziehen kann und sich keine Stockflecken bilden.

Woran man gute Verarbeitung erkennt

Gerade gewachsene Bohlen mit wenigen, festen Ästen, saubere Nut-und-Feder-Verbindungen, ein dicht schließendes Dach und eine gut passende Tür sind Zeichen guter Verarbeitung. Schauen Sie auch, wie das Haus gegen aufsteigende Feuchtigkeit geschützt ist – mehr dazu in Fundament für das Saunahaus.

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Häufige Fragen

Welches Holz ist am besten für eine Außensauna?

Bewährt sind Fichte und nordische Fichte, für höhere Ansprüche an Formstabilität Thermoholz. Entscheidend sind auch Wandstärke, Verarbeitung und Pflege.

Muss man eine Außensauna streichen?

Außen ja, um das Holz vor Wetter zu schützen. Innen bleibt die Kabine unbehandelt.

Warum tritt Harz aus dem Holz?

Nadelhölzer enthalten Harz, das bei Hitze austreten kann. Das ist natürlich. Für Bänke werden deshalb harzarme Hölzer verwendet.

Ist Thermoholz die Mehrkosten wert?

Thermoholz ist formstabiler und nimmt weniger Feuchtigkeit auf. Ob sich das lohnt, hängt von Budget, Standort und Pflegebereitschaft ab.

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