Fundament für das Saunahaus

Redaktion Saunahausfinder · Zuletzt geprüft: · 4 Min. Lesezeit

Die Kurzantwort

Ein Saunahaus ist schwer und steht viele Jahre. Es braucht ein ebenes, tragfähiges und frostsicheres Fundament – meist eine Bodenplatte oder Streifenfundamente, bei leichten Modellen und Fasssaunen auch Punktfundamente oder Platten auf verdichtetem Kies. Wichtig sind Schutz vor Feuchtigkeit und die rechtzeitige Planung von Leerrohren für Strom.

Das Fundament ist der Teil der Gartensauna, den später niemand mehr sieht – und der entscheidet, ob Türen schließen, Wände gerade bleiben und das Holz trocken steht. Weil Saunahäuser aus dicken Bohlen gebaut sind und oft einen schweren Ofen tragen, sind die Anforderungen höher als bei einem leichten Gerätehaus.

Was das Fundament leisten muss

Ein gutes Fundament ist eben, damit sich Wände und Türen nicht verziehen. Es ist tragfähig, damit sich das Haus nicht ungleichmäßig setzt. Es ist frostsicher, damit gefrierendes Wasser im Boden es nicht anhebt. Und es hält Feuchtigkeit vom Holz fern. Die Montageanleitung des Saunahauses nennt oft das empfohlene Fundament und die nötigen Maße – diese Angaben haben Vorrang.

Bodenplatte

Die Bodenplatte aus Beton ist die solideste Lösung. Sie trägt das gesamte Haus gleichmäßig, bietet einen festen Boden für Vorraum und Kabine und eignet sich für große Saunahäuser mit Terrasse. Eine Folie unter der Platte hält aufsteigende Feuchte zurück. Die Platte sollte exakt waagerecht sein und nicht über die Außenwände hinausragen, sonst läuft Regenwasser an den unteren Bohlen entlang.

Streifenfundament

Beim Streifenfundament verlaufen Betonstreifen unter den tragenden Wänden. Dazwischen kann Kies liegen oder ein Holzboden auf Lagerhölzern. Streifenfundamente sind etwas weniger aufwendig als eine Bodenplatte und eignen sich gut für mittlere und größere Saunahäuser.

Punktfundament

Beim Punktfundament tragen einzelne Betonsockel eine Unterkonstruktion aus Balken. Der Boden bleibt von unten belüftet, was dem Holz guttut. Punktfundamente brauchen wenig Material, müssen aber genau auf einer Höhe liegen und ausreichend tief gegründet sein. Für sehr schwere Häuser oder weichen Boden reichen sie nicht immer.

Fasssauna: Wiegen auf festem Grund

Fasssaunen liegen auf Holzwiegen, die das Gewicht verteilen. Oft genügen ebene Gehwegplatten auf verdichtetem Schotter, Punktfundamente unter den Wiegen oder eine kleine Bodenplatte. Wichtig ist, dass die Wiegen eben und trocken aufliegen. Mehr zur Bauform im Ratgeber Fasssauna.

Feuchtigkeit fernhalten

Holz verträgt keine Staunässe. Eine Sperrschicht zwischen Beton und unterster Bohle, ein Abstand zum Erdreich und ein Kiesstreifen rund um das Haus, in dem Regenwasser versickern kann, verlängern die Lebensdauer deutlich. Das Gelände sollte vom Haus weg leicht abfallen.

Strom, Licht und Wasser früh einplanen

Bevor Beton gegossen wird, sollten Leerrohre für die Stromleitung des Ofens und für Licht liegen. Wer eine Dusche oder einen Wasserablauf im Vorraum plant, berücksichtigt auch das jetzt. Den Elektroanschluss plant und legt eine Elektrofachkraft; sie weiß, welcher Querschnitt und welche Absicherung für den Saunaofen nötig sind. Mehr dazu in Saunaofen kaufen.

Zeitplan

Planen Sie das Fundament vor der Lieferung des Saunahauses. Beton braucht Zeit, um auszuhärten, bevor er belastet werden darf. Im Frühjahr, sobald der Boden frostfrei ist, ist ein guter Zeitpunkt. Wer im Herbst baut, achtet darauf, dass Beton nicht bei Frost gegossen wird.

Selbst machen oder machen lassen?

Platten auf Kies und Punktfundamente lassen sich mit Geschick selbst anlegen. Eine Bodenplatte für ein großes Saunahaus ist anspruchsvoller; hier lohnt sich oft ein Fachbetrieb, zumal Fehler später kaum zu korrigieren sind.

Wichtiger Hinweis

Die Angaben sind allgemein und ohne Gewähr. Maßgeblich sind die Vorgaben des Herstellers, die örtlichen Bodenverhältnisse und die Vorschriften Ihres Bundeslandes. Mehr dazu in unserem Haftungsausschluss.

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Häufige Fragen

Welches Fundament braucht ein Saunahaus?

Meist eine Bodenplatte oder Streifenfundamente. Leichte Modelle und Fasssaunen kommen oft mit Punktfundamenten oder Platten auf verdichtetem Kies aus. Die Montageanleitung nennt die Empfehlung des Herstellers.

Wie tief muss ein Fundament sein?

Das hängt vom Boden und der Frosttiefe in Ihrer Region ab. Fachbetriebe und örtliche Bauämter geben dazu Auskunft.

Kann eine Fasssauna auf Gehwegplatten stehen?

Oft ja, wenn die Platten auf verdichtetem Schotter eben und tragfähig verlegt sind und die Wiegen sicher aufliegen.

Muss das Fundament größer sein als das Saunahaus?

In der Regel nicht über die Außenwände hinaus, damit Regen nicht an den Bohlen entlangläuft. Die genauen Maße stehen in der Anleitung.

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