Saunaofen kaufen

Redaktion Saunahausfinder · Zuletzt geprüft: · 4 Min. Lesezeit

Die Kurzantwort

Der Saunaofen muss zur Kabinengröße, zur gewünschten Saunaart und zum Anschluss passen. Elektroöfen sind komfortabel und regelbar, brauchen aber oft Starkstrom; Holzöfen kommen ohne großen Stromanschluss aus, sind aber Feuerstätten mit Schornstein. Kombiöfen mit Verdampfer ermöglichen auch die milde Bio-Sauna. Die Leistung richtet sich nach dem Raumvolumen und den Angaben des Herstellers.

Der Ofen ist das Herz jeder Sauna. Er bestimmt, wie schnell die Kabine warm wird, welche Temperaturen möglich sind und wie sich der Aufguss anfühlt. Für Gartensaunen kommen vor allem Elektro- und Holzöfen in Frage. Dieser Ratgeber hilft, den passenden zu finden.

Elektroofen: bequem und regelbar

Ein elektrischer Saunaofen heizt Luft und Saunasteine über Heizstäbe. Eine Steuerung regelt die Temperatur und schaltet den Ofen nach einer eingestellten Zeit oder bei Erreichen der Temperatur ab. Viele Steuerungen bieten eine Zeitvorwahl, sodass die Sauna warm ist, wenn man sie nutzen möchte.

Je nach Leistung brauchen Elektroöfen einen Starkstromanschluss (400 V). Für kleine Kabinen gibt es Modelle für den normalen Hausstrom (230 V). Den Anschluss verlegt und prüft immer eine Elektrofachkraft, auch weil eine Außensauna eine eigene Absicherung braucht.

Holzofen: ursprünglich und unabhängig

Ein Holzofen sorgt für knisterndes Feuer und den typischen Duft. Er braucht keinen großen Stromanschluss, dafür einen Schornstein bzw. ein Ofenrohr mit Funkenschutz. Holzöfen sind Feuerstätten: In den meisten Bundesländern sind sie genehmigungs- oder anzeigepflichtig, und der Schornsteinfeger muss sie abnehmen. Die Temperatur steuert man über die Holzmenge und die Luftzufuhr – das erfordert etwas Übung, macht für viele aber den Reiz aus.

Kombiofen und Bio-Sauna

Kombiöfen haben zusätzlich einen Verdampfer, der Wasser erhitzt und die Luftfeuchte erhöht. Damit lässt sich neben der klassischen finnischen Sauna auch die mildere Bio-Sauna mit etwa 45 bis 60 °C betreiben. Wer gern abwechselt oder mit Mitsaunierenden unterschiedliche Vorlieben teilt, ist damit flexibel. Mehr dazu in Welche Temperatur hat eine Sauna?.

Welche Leistung braucht der Ofen?

Die nötige Leistung hängt vor allem vom Raumvolumen der Kabine ab, außerdem von Wandstärke, Glasflächen und der Außentemperatur. Hersteller geben für jeden Ofen an, für welches Kabinenvolumen er geeignet ist. Grob gilt: Kleine Kabinen kommen mit wenigen Kilowatt aus, größere brauchen mehr. Glasflächen und dünne Wände erhöhen den Bedarf, weil mehr Wärme verloren geht.

Ein zu schwacher Ofen erreicht die gewünschte Temperatur nicht oder nur sehr langsam. Ein zu starker heizt die Kabine zu schnell auf und verbraucht unnötig Energie. Halten Sie sich an die Angaben des Herstellers und an die Empfehlung des Saunahaus-Anbieters.

Saunasteine

Die Steine speichern die Wärme und geben sie beim Aufguss als Dampf ab. Verwendet werden spezielle, hitzebeständige Steine. Wie viele hineingehören, gibt der Ofenhersteller an. Mit der Zeit zerbröseln Steine durch die ständigen Temperaturwechsel; dann werden sie ersetzt, damit die Luft weiter gut zirkulieren kann.

Was der Betrieb kostet

Ein Elektroofen verbraucht während des Aufheizens die meiste Energie, danach hält die Steuerung die Temperatur. Wie viel Strom ein Saunaabend braucht, hängt von Ofenleistung, Kabinengröße, Wandstärke, Außentemperatur und Nutzungsdauer ab. Im Winter dauert das Aufheizen länger als im Sommer. Beim Holzofen kommt es auf die Holzmenge an; trockenes, unbehandeltes Holz brennt sauberer und heizt besser.

Wer die Kosten im Blick behalten möchte, achtet auf eine gut gedämmte, dicht schließende Kabine und heizt nicht länger vor als nötig. Eine Zeitvorwahl hilft, die Sauna genau dann warm zu haben, wenn man sie nutzt.

Sicherheit und Abstände

Jeder Ofen hat vorgeschriebene Sicherheitsabstände zu Wänden, Bänken und Decke. Ein Ofenschutzgitter verhindert, dass man versehentlich das heiße Gehäuse berührt. Elektroöfen sollten einen Überhitzungsschutz haben. Diese Angaben stehen in der Montageanleitung und sind verbindlich.

Wichtiger Hinweis

Angaben zu Elektroanschluss, Feuerstätten und Genehmigung sind allgemein und ohne Gewähr. Elektroarbeiten gehören in die Hände einer Elektrofachkraft, Holzöfen werden vom Schornsteinfeger abgenommen. Mehr dazu in unserem Haftungsausschluss.

Passend zum Artikel

Saunaöfen

Häufige Fragen

Braucht eine Sauna Starkstrom?

Viele Elektroöfen benötigen einen 400-V-Anschluss. Für kleine Kabinen gibt es Öfen für 230 V. Holzöfen kommen ohne großen Stromanschluss aus.

Welcher Saunaofen ist besser: Holz oder Elektro?

Das hängt von Vorlieben und Möglichkeiten ab. Elektroöfen sind komfortabel und regelbar, Holzöfen bieten Feuer und Unabhängigkeit vom Stromanschluss, sind aber Feuerstätten mit Schornstein.

Wie viele Saunasteine braucht man?

Das gibt der Ofenhersteller vor. Die Menge hängt vom Ofen ab und sollte nicht über- oder unterschritten werden.

Kann man einen Saunaofen selbst anschließen?

Den Ofen aufstellen können viele selbst, den elektrischen Anschluss darf nur eine Elektrofachkraft vornehmen.

Weiterlesen

So finanzieren wir uns

Saunahausfinder ist kostenlos. Kaufen Sie über einen Link zu einem unserer Partnershops etwas, erhalten wir eine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts – und auf die Auswahl hat die Provision keinen Einfluss.

Wie wir arbeiten