Welche Temperatur hat eine Sauna?

Redaktion Saunahausfinder · Zuletzt geprüft: · 4 Min. Lesezeit

Die Kurzantwort

Eine finnische Sauna ist meist zwischen 70 und 100 °C heiß bei geringer Luftfeuchte. Die Bio-Sauna arbeitet milder mit etwa 45 bis 60 °C und mehr Feuchtigkeit, ein Dampfbad mit rund 40 bis 50 °C und fast gesättigter Luft. Innerhalb der Kabine ist es oben deutlich wärmer als unten – das ist der einfachste Weg, die Wärme zu dosieren.

„Wie heiß ist eigentlich eine Sauna?“ – die Frage klingt einfach, die Antwort hängt aber von der Saunaart, der Luftfeuchte und sogar vom Sitzplatz ab. Wer die Zusammenhänge kennt, findet schneller die Temperatur, bei der er sich wohlfühlt, und kann die eigene Gartensauna gezielt einstellen.

Finnische Sauna: heiß und trocken

Die klassische finnische Sauna ist die heißeste Variante. Üblich sind 70 bis 100 °C in Kopfhöhe auf der oberen Bank. Die Luft ist dabei trocken, die relative Luftfeuchte liegt meist nur bei wenigen bis rund 15 Prozent. Gerade die trockene Luft macht die hohen Temperaturen gut erträglich: Schweiß kann verdunsten und kühlt die Haut.

Beim Aufguss verdampft Wasser auf den heißen Steinen. Die Luftfeuchte steigt für kurze Zeit, und die Wärme fühlt sich deutlich intensiver an, obwohl das Thermometer kaum steigt. Mehr dazu im Ratgeber Sauna-Aufguss.

Bio-Sauna: mild und feuchter

Die Bio-Sauna – auch Sanarium oder Softsauna genannt – arbeitet mit etwa 45 bis 60 °C und einer höheren Luftfeuchte von rund 40 bis 55 Prozent. Ein Verdampfer am Ofen sorgt für die Feuchtigkeit. Viele empfinden diese Form als sanfter und bleiben etwas länger in der Kabine. Kombiöfen können beides: klassisch trocken oder mild mit Verdampfer.

Dampfbad: warm und fast gesättigt

Im Dampfbad sind es nur rund 40 bis 50 °C, dafür ist die Luft nahezu mit Wasserdampf gesättigt. Schweiß kann kaum verdunsten, deshalb wirkt die Wärme trotz niedriger Temperatur intensiv. Dampfbäder werden meist in Thermen und Badezimmern gebaut, selten im Garten.

Infrarotkabine: Wärme durch Strahlung

Infrarotkabinen erwärmen weniger die Luft als den Körper direkt durch Wärmestrahlung. Die Lufttemperatur liegt meist bei etwa 35 bis 60 °C. Das Erlebnis ist ein anderes als in der finnischen Sauna – wer das klassische Schwitzen und den Aufguss sucht, ist mit einem Saunahaus und Saunaofen besser beraten.

Oben heißer als unten

In jeder Sauna steigt warme Luft nach oben. Zwischen Boden und Decke können 20 bis 30 Grad Unterschied liegen. Wer es milder mag oder neu in der Sauna ist, setzt oder legt sich auf die untere Bank. Wer es heißer möchte, wählt die obere. So lässt sich die Wärme ohne Eingriff am Ofen dosieren.

Die Temperatur in der Gartensauna steuern

Im eigenen Saunahaus bestimmen Sie die Temperatur selbst:

  • Saunaofen und Leistung: Der Ofen muss zur Kabinengröße passen. Ein zu schwacher Ofen erreicht die gewünschte Temperatur nicht oder nur langsam, ein zu starker heizt unnötig stark. Hinweise zur Leistung stehen in Saunaofen kaufen.
  • Saunasteuerung: Bei Elektroöfen regelt eine Steuerung die Temperatur und schaltet bei Erreichen ab. Viele erlauben eine Zeitvorwahl, damit die Sauna warm ist, wenn man sie nutzen möchte.
  • Holzofen: Hier steuert man über die Menge des Holzes und die Luftzufuhr. Das braucht etwas Übung, gehört für viele aber zum Erlebnis.
  • Thermometer und Hygrometer: Sie zeigen Temperatur und Luftfeuchte an. Sinnvoll ist ein Platz in Kopfhöhe der oberen Bank, nicht direkt über dem Ofen.
  • Wandstärke und Dichtheit: Dicke Bohlen und eine gut schließende Tür halten die Wärme im Saunahaus.

Wann man es lieber milder hält

Wer neu in der Sauna ist, nach einer Erkrankung wieder einsteigt oder schnell Kreislaufprobleme bekommt, wählt niedrigere Temperaturen und kürzere Gänge. Bei Vorerkrankungen gehört das Saunieren vorher in die ärztliche Beratung.

Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Beratung. Mehr dazu in unserem Haftungsausschluss.

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Häufige Fragen

Wie warm ist eine normale Sauna?

Die klassische finnische Sauna ist meist zwischen 70 und 100 °C warm, gemessen in Kopfhöhe auf der oberen Bank.

Welche Temperatur ist für Anfänger richtig?

Ein Platz auf der unteren Bank und eine Kabinentemperatur im unteren Bereich, etwa 70 bis 80 °C, oder eine milde Bio-Sauna sind ein guter Einstieg.

Warum fühlt sich der Aufguss so heiß an?

Der Dampf erhöht kurzzeitig die Luftfeuchte. Schweiß verdunstet schlechter, und die Wärme wird intensiver empfunden – auch wenn die gemessene Temperatur kaum steigt.

Wie lange braucht eine Sauna zum Aufheizen?

Je nach Kabinengröße, Ofenleistung, Außentemperatur und Wandstärke meist zwischen einer halben und einer Stunde. Im Winter dauert es länger als im Sommer.

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