Richtig saunieren

Redaktion Saunahausfinder · Zuletzt geprüft: · 3 Min. Lesezeit

Die Kurzantwort

Ein klassischer Saunagang besteht aus vier Schritten: duschen und abtrocknen, acht bis fünfzehn Minuten schwitzen, an frischer Luft und mit Wasser abkühlen und anschließend ruhen. Üblich sind zwei bis drei Gänge. Wichtig sind ausreichend Trinken, ein Handtuch als Unterlage und das eigene Wohlbefinden als Maßstab.

Saunieren ist kein Wettbewerb, wer am längsten durchhält. Ein guter Saunagang folgt einem einfachen Rhythmus aus Wärme, Abkühlen und Ruhe. Wer diesen Ablauf kennt, fühlt sich danach angenehm entspannt statt erschöpft – egal ob in der öffentlichen Sauna oder im eigenen Saunahaus im Garten.

Vor dem ersten Gang

Nicht hungrig, nicht voll: Eine leichte Mahlzeit ein bis zwei Stunden vorher ist angenehmer als ein leerer oder übervoller Magen.

Duschen: Eine warme Dusche reinigt die Haut und bereitet den Körper auf die Wärme vor. Danach gut abtrocknen – trockene Haut beginnt schneller zu schwitzen.

Füße wärmen: Kalte Füße machen den Saunagang unangenehm. Ein warmes Fußbad vorab hilft vielen.

Zubehör bereitlegen: ein großes Saunatuch als Unterlage, ein zweites Handtuch zum Abtrocknen, Badeschuhe, ein Bademantel für die Ruhephase und etwas zu trinken.

Der Saunagang: Wärme genießen

Legen Sie das Saunatuch so auf die Bank, dass kein Schweiß aufs Holz tropft – auch die Füße liegen auf dem Tuch. Wer neu ist oder es milder mag, beginnt auf der unteren Bank; je höher, desto heißer. Liegen ist angenehm, weil sich die Wärme dann gleichmäßig verteilt.

Ein Gang dauert meist acht bis fünfzehn Minuten. Eine Sanduhr hilft beim Zeitgefühl, maßgeblich ist aber das eigene Befinden: Wer sich unwohl fühlt, verlässt die Kabine. In den letzten ein bis zwei Minuten setzt man sich aufrecht hin, damit sich der Kreislauf auf das Aufstehen einstellt.

Ein Aufguss erhöht kurzzeitig die gefühlte Hitze, weil Wasser auf den heißen Steinen verdampft. Wie das geht und worauf man achtet, steht im Ratgeber Sauna-Aufguss.

Abkühlen: Luft und Wasser

Nach dem Gang geht es zuerst an die frische Luft. Ein paar Minuten ruhig atmen, im Garten oder auf der Terrasse vor dem Saunahaus – das ist einer der schönsten Momente der Sauna zu Hause.

Danach folgt das Abkühlen mit Wasser: am besten mit einem Schlauch oder einer Gartendusche, beginnend an den Beinen und Armen, langsam zum Körper hin. Wer mag, steigt kurz in ein Tauchbecken. Wer empfindlich ist, kühlt lieber lauwarm ab. Zum Abschluss tut vielen ein warmes Fußbad gut.

Ruhen

Die Ruhephase gehört zum Saunagang wie die Wärme selbst. Mindestens so lange wie der Gang gedauert hat, besser länger: im Bademantel, auf einer Liege, mit einer Decke. In dieser Zeit trinken Sie Wasser oder ungesüßten Tee, um die verlorene Flüssigkeit auszugleichen.

Wie viele Gänge?

Üblich sind zwei bis drei Gänge. Mehr bringt nicht mehr Entspannung, sondern eher Müdigkeit. Wie oft in der Woche sinnvoll ist, erklärt der Ratgeber Wie oft in die Sauna?.

Nach dem Saunieren

Nach dem letzten Gang lohnt es sich, nicht sofort aufzubrechen. Eine längere Ruhephase, ein Glas Wasser und frische Kleidung runden den Saunaabend ab. In der eigenen Sauna lüftet man anschließend kurz, damit die Feuchtigkeit aus Kabine und Holz entweicht.

Wer nicht oder nur nach Rücksprache saunieren sollte

Bei Fieber, Infekten, akuten Entzündungen und Kreislaufbeschwerden bleibt man der Sauna fern. Wer Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat, Medikamente nimmt oder schwanger ist, bespricht das Saunieren vorher mit einer Ärztin oder einem Arzt. Mehr dazu in Sauna bei Erkältung und Sauna in der Schwangerschaft.

Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Vorerkrankungen oder Unsicherheit wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt. Mehr dazu in unserem Haftungsausschluss.

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Häufige Fragen

Wie lange sollte ein Saunagang dauern?

Meist acht bis fünfzehn Minuten. Entscheidend ist, dass man sich wohlfühlt; bei Unbehagen beendet man den Gang früher.

Muss man sich nach der Sauna kalt abduschen?

Abkühlen gehört zum klassischen Ablauf, die Temperatur bestimmt jeder selbst. Wer kaltes Wasser nicht mag, kühlt lauwarm und langsam ab.

Warum legt man ein Handtuch unter?

Aus Hygienegründen: Schweiß soll nicht ins Holz der Bänke gelangen. Das Tuch sollte so groß sein, dass auch die Füße darauf Platz finden.

Darf man in der Sauna sprechen?

In öffentlichen Saunen ist Ruhe üblich. In der eigenen Gartensauna entscheiden Sie selbst – viele genießen gerade dort die Stille.

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