Sauna bei Erkältung

Redaktion Saunahausfinder · Zuletzt geprüft: · 4 Min. Lesezeit

Die Kurzantwort

Wer erkältet ist, Fieber hat oder sich krank fühlt, sollte nicht in die Sauna gehen. Die Hitze belastet Herz und Kreislauf zusätzlich, und der Körper braucht seine Kraft für die Erholung. Erst wenn die Beschwerden abgeklungen sind, ist ein vorsichtiger Wiedereinstieg mit kürzeren Gängen sinnvoll – im Zweifel nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt.

Kaum wird es draußen kalt, stellen sich viele die gleiche Frage: Kann ein Saunagang eine beginnende Erkältung vertreiben, oder schadet er eher? Die kurze Antwort: Wer bereits erkältet ist, sollte eine Pause einlegen. Warum das so ist und wann man wieder saunieren kann, erklärt dieser Ratgeber – allgemein und ohne Heilversprechen.

Was beim Saunieren im Körper passiert

In einer finnischen Sauna herrschen meist zwischen 70 und 100 °C. Der Körper reagiert darauf, indem er die Haut stärker durchblutet und schwitzt, um Wärme abzugeben. Das Herz schlägt schneller, der Kreislauf arbeitet auf Hochtouren. Beim anschließenden Abkühlen ziehen sich die Gefäße wieder zusammen. Für einen gesunden Menschen ist dieser Wechsel gut verkraftbar – für einen Körper, der gerade mit einem Infekt beschäftigt ist, bedeutet er zusätzliche Arbeit.

Warum man mit Erkältung besser pausiert

Eine Erkältung fordert den Körper bereits. Kommen Hitze und Kältereize hinzu, steigt die Belastung für Herz und Kreislauf weiter. Viele fühlen sich danach erschöpfter statt erholter. Hinzu kommt: Wer schwitzt, verliert Flüssigkeit, die der Körper während eines Infekts ohnehin dringend braucht.

Bei Fieber gilt das umso mehr. Fieber ist bereits eine erhöhte Körpertemperatur; zusätzliche Hitze von außen ist dann keine gute Idee. Auch bei Kopfschmerzen, Gliederschmerzen oder einem allgemeinen Krankheitsgefühl ist Schonung die bessere Wahl.

Und wer in einer gemeinsam genutzten Sauna sitzt, denkt an die anderen: Husten und Niesen auf engem Raum gefallen niemandem. Das gilt auch für die eigene Gartensauna, wenn Familie oder Freunde mitsaunieren.

Leichter Schnupfen, Halsschmerzen: Wo liegt die Grenze?

Viele fragen, ob ein „nur leichter“ Schnupfen schon ein Grund zum Aussetzen ist. Eine feste Grenze gibt es nicht, aber eine einfache Faustregel: Wer sich krank fühlt, bleibt draußen. Kratzen im Hals, verstopfte Nase und Müdigkeit sind oft die ersten Zeichen eines Infekts, der sich erst noch entwickelt. Ein Saunagang in dieser Phase kann den Körper zusätzlich fordern.

Wer unsicher ist oder Vorerkrankungen hat – etwa am Herz-Kreislauf-System –, bespricht die Frage am besten mit der Hausärztin oder dem Hausarzt.

Wann man wieder in die Sauna kann

Sind die Beschwerden vollständig abgeklungen und man fühlt sich wieder fit, spricht in der Regel nichts gegen einen Neustart. Sinnvoll ist ein sanfter Wiedereinstieg:

  • kürzere Gänge als gewohnt, etwa acht bis zehn Minuten,
  • niedrigere Temperatur oder ein Platz auf der unteren Bank,
  • weniger Gänge, zum Beispiel zwei statt drei,
  • ausreichend trinken und lange Ruhephasen,
  • behutsam abkühlen, nicht sofort ins eiskalte Wasser.

Wer zu Hause eine Gartensauna hat, kann Temperatur und Dauer selbst bestimmen und den Wiedereinstieg ganz nach eigenem Befinden gestalten. Eine Sanduhr oder Saunauhr und ein Thermometer helfen, den Überblick zu behalten.

Regelmäßig saunieren – aber nicht als „Mittel gegen“ Erkältung

Rund um die Sauna kursieren viele Versprechen. Seriös lässt sich sagen: Regelmäßiges Saunieren gehört für viele Menschen zu einem entspannten Lebensstil. Dass es Erkältungen verhindert oder heilt, ist dagegen keine Aussage, die wir treffen – und keine, auf die man sich verlassen sollte. Wer gesund ist und gern sauniert, tut das am besten regelmäßig und ohne Druck; wer krank ist, gönnt sich Ruhe.

Wie ein klassischer Saunagang abläuft, erklärt der Ratgeber Richtig saunieren. Was für die Temperatur gilt, steht in Welche Temperatur hat eine Sauna?.

Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden, Vorerkrankungen oder Unsicherheit wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt. Mehr dazu in unserem Haftungsausschluss.

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Häufige Fragen

Darf man mit Schnupfen in die Sauna?

Wer sich krank fühlt, sollte pausieren. Auch ein leichter Schnupfen kann der Beginn eines Infekts sein, der den Körper bereits fordert.

Ist ein Dampfbad bei Erkältung besser als die Sauna?

Auch ein Dampfbad belastet den Kreislauf durch Wärme. Für erkältete Menschen gilt daher dieselbe Empfehlung: lieber Ruhe, bis man sich wieder gesund fühlt.

Wie lange nach einer Erkältung sollte man warten?

Bis die Beschwerden vollständig abgeklungen sind und man sich wieder belastbar fühlt. Danach empfiehlt sich ein sanfter Wiedereinstieg mit kürzeren Gängen. Nach einer schweren Erkrankung oder mit Vorerkrankungen sollte man vorher ärztlichen Rat einholen.

Hilft die Sauna dabei, eine Erkältung „auszuschwitzen“?

Diese Vorstellung ist weit verbreitet, aber keine verlässliche Empfehlung. Bei einem Infekt braucht der Körper vor allem Ruhe und Flüssigkeit.

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