Abkühlen nach der Sauna

Redaktion Saunahausfinder · Zuletzt geprüft: · 3 Min. Lesezeit

Die Kurzantwort

Nach dem Saunagang geht man zuerst einige Minuten an die frische Luft, dann folgt das Abkühlen mit Wasser – an Beinen und Armen beginnend und langsam zum Körper hin. Wie kalt, entscheidet jeder selbst; lauwarm ist völlig in Ordnung. Wer Kreislaufprobleme oder Vorerkrankungen hat, kühlt behutsam ab und klärt das ärztlich.

Das Abkühlen gehört zum Saunagang wie die Wärme selbst. Gerade an der Gartensauna wird es zum Erlebnis: barfuß ins Gras, die kalte Abendluft auf der Haut, ein Guss aus der Gartendusche. Damit es angenehm bleibt, kommt es auf die Reihenfolge an.

Erst die Luft

Direkt nach dem Saunagang gehen Sie für ein paar Minuten an die frische Luft. Atmen Sie ruhig, gehen Sie ein paar Schritte oder setzen Sie sich. Die Lunge bekommt kühle Luft, der Körper beginnt sanft abzukühlen. An der eigenen Außensauna genügt dafür der Garten oder die überdachte Terrasse.

Dann das Wasser

Anschließend folgt das Abkühlen mit Wasser. Bewährt hat sich die Reihenfolge von außen nach innen und von unten nach oben: zuerst das rechte Bein von außen nach oben, dann das linke, dann die Arme, zum Schluss Oberkörper und Nacken. So gewöhnt sich der Körper schrittweise an die Kälte.

Wie kalt das Wasser ist, entscheiden Sie selbst. Viele mögen es kalt, andere lauwarm – beides ist in Ordnung. Wer empfindlich ist, beginnt mit lauwarmem Wasser.

Gartendusche, Schlauch oder Kübel

An der Außensauna gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Gartendusche: Eine freistehende Dusche neben dem Saunahaus ist die komfortabelste Lösung. Im Winter muss sie frostsicher entleert werden.
  • Schlauch mit Brause: einfach und günstig, ideal für den gezielten Guss.
  • Kübel oder Schwallbrause: ein kräftiger Guss über die Schultern für alle, die es intensiv mögen.

Tauchbecken und Kaltwasser-Tonne

Ein Tauchbecken oder eine große Holz- bzw. Kunststofftonne mit kaltem Wasser ist für viele der Höhepunkt. Der Kältereiz ist hier besonders stark. Steigen Sie langsam ein, bleiben Sie nur kurz und tauchen Sie den Kopf nicht unter, wenn Sie das nicht gewohnt sind. Wer Kreislaufprobleme hat, verzichtet lieber.

Abkühlen bei mehreren Gängen

Bei zwei oder drei Saunagängen wiederholt sich der Ablauf jedes Mal: Luft, Wasser, Ruhe. Viele kühlen nach dem letzten Gang besonders gründlich ab, damit sie danach nicht nachschwitzen, wenn sie sich wieder anziehen. Wer nach dem Abkühlen noch spürbar warm ist, ruht einfach etwas länger, bevor er in die Kleidung schlüpft.

Ruhe und Wärme danach

Nach dem Abkühlen folgt die Ruhephase: in den Bademantel schlüpfen, Füße warm halten, hinlegen, etwas trinken. Ein warmes Fußbad hilft vielen, wenn die Füße nach dem Abkühlen kalt bleiben. Die Pause dauert mindestens so lange wie der Saunagang. Mehr zum Ablauf in Richtig saunieren.

Hygiene beim Tauchbecken

Wer ein Tauchbecken oder eine Kaltwasser-Tonne nutzt, duscht vorher kurz ab und wechselt das Wasser regelmäßig. Eine Abdeckung hält Laub und Insekten fern.

Im Winter

Bei Frost und Schnee macht das Abkühlen besonders viel Spaß. Halten Sie den Weg von der Sauna zur Dusche frei und rutschfest, tragen Sie Badeschuhe und stellen Sie den Bademantel griffbereit. Wasserleitungen im Freien müssen im Winter geschützt oder entleert werden. Mehr dazu in Wie oft in die Sauna?.

Wer behutsam abkühlen sollte

Bei Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder wenn einem leicht schwindelig wird, sind abrupte Kältereize keine gute Idee. Kühlen Sie dann lauwarm und langsam ab und besprechen Sie das Saunieren mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Mehr dazu in Sauna bei Bluthochdruck.

Wichtiger Hinweis

Dieser Ratgeber informiert allgemein und ersetzt keine ärztliche Beratung. Mehr dazu in unserem Haftungsausschluss.

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Häufige Fragen

Muss man nach der Sauna kalt duschen?

Nein. Abkühlen gehört dazu, die Wassertemperatur wählen Sie selbst. Lauwarm ist völlig in Ordnung.

Warum zuerst an die frische Luft?

Die kühle Luft versorgt die Lunge und leitet das Abkühlen sanft ein, bevor der stärkere Reiz mit Wasser folgt.

Wie lange ins Tauchbecken?

Nur kurz, wenige Sekunden reichen. Wer Kreislaufprobleme hat, verzichtet besser.

Was tun gegen kalte Füße nach der Sauna?

Ein warmes Fußbad, Socken und ein Bademantel in der Ruhephase helfen.

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